Hautausschläge

20. April 2014

Schulmedizinisch betrachtet gehören Ausschläge, welcher Art auch immer, in die Praxis des Hautarztes. Der erfahrene homöopathische Arzt weiß, dass kein Hautausschlag durch äußere Mittel (Salben, Tinkturen) vertrieben werden darf. Die menschliche Haut bringt aus sich heraus keinen Ausschlag hervor, ohne dass innere Organe erkrankt sind. Hauterkrankungen haben ihren Ursprung immer im Magen-Darmtrakt, wobei meist auch erhöhte Leber- und Nierenwerte festzustellen sind. Der homöopathische Arzt wird Patienten mit Hauterkrankungen in ein Speziallabor für Labordiagnostik überweisen.

Jugendakne

23. März 2014

Die Trennung der Akne in eine jugendliche Form und eine Form nach abgeschlossener Pubertät ist angezeigt, da die Pubertätsakne im Zuge einer sowohl hormonellen Umstellung, als auch Stoffwechselumstellung auftritt. Die Spätakne, die sich selten von der Jugendakne fortsetzt, ist Ausdruck hormoneller Schwächen und Störungen des Stoffwechsels.

Antibiotikatherapien können nur unbefriedigend und vorübergehend sein. Die Homöopathie versucht, den Prozess der Störung und die Beziehung zu Stoffwechsel und Organfunktionen zu beeinflussen. Die Tatsache, dass in jedem jugendlichen Organismus eine hormonelle Umwandlung stattfindet, und doch nicht jeder Jugendliche an Akne leidet, lässt den Blickwinkel auf andere Stoffwechselstörungen fallen und die Beschaffenheit der Haut näher betrachten.

Durch homöopathische Mittel sollen nicht nur die Stoffwechselvorgänge über die Schilddrüse, sondern auch die Entgiftungsvorgänge und Entschlackungsvorgänge über Leber und Niere angeregt werden. Aknetherapie bedeutet immer Sanierung des gestörten Stoffwechsels.

Ganzheitliche Behandlung des Heuschnupfens

9. Februar 2014

Im Rahmen einer klassisch homöopathischen Behandlung des Heuschnupfens ist es wesentlich, individuelle und charakteristische Feinheiten der Symptome herauszuarbeiten. Das Wesen der Homöopathie besagt, dass es keine zwei Heuschnupfenpatienten gibt, die sich gleichen. Aus dieser Symptomgesamtheit wählt der homöopathische Arzt ein passendes Arzneimittel auf der Grundlage des homöopathischen Ähnlichkeitsgesetzes aus. So werden nacheinander wirksame Heilsimpulse gesetzt , welche auch auf das geschwächte Abwehrsystem einwirken. In den meisten Fällen leiden Allergiepatienten, natürlich auch Heuschnupfenpatienten, an einer nicht intakten Darmflora, hervorgerufen durch Nahrungsmittel-unverträglichkeiten. Eine gestörte Darmflora führt früher oder später zu Erkrankungen. Untersuchungen der Darmflora werden nur in speziellen Labors durchgeführt. Darmspiegelungen bringen keinen Aufschluss über die gestörte Darmflora.

Homöopathische Arzneimittelfindung

31. März 2013

Das Erstgespräch mit dem Patienten hat dem homöopathischen Arzt eine Fülle von Symptomen geliefert, die er nun für die Arzneifindung beurteilen, bewerten und mit seinem Wissen ergänzen muss. Die Arzneimittelbilder hat der Arzt bei seiner Ausbildung zum Homöopathen kennen gelernt und er hat sein Wissen über sie durch den ständigen Umgang vertieft. Das Bild des kranken Menschen muss von Fall zu Fall neu erfasst werden. Dem Ähnlichkeitsprinzip folgend, sucht nun der Arzt nach jenen Symptomen, die für den jeweiligen Kranken charakteristisch sind und sich in der Arznei wieder finden.

Denn erst wenn Arzneimittelbild und Menschenbild übereinstimmen, kann Heilung erfolgen.

Venenprobleme

1. März 2013

Im Vordergrund von Venenproblemen lässt sich immer eine Schwäche des Bindegewebes erkennen. In diesem Zusammenhang steht auch die Leistungsfähigkeit des Herzens, das wesentlich notwendig zur Erhaltung eines venösen Kreislaufes ist. Venenprobleme benötigen Medikamente die:

  • Gefäße im Sinne einer Ödem hemmenden Wirkung abdichten.
  • bei Stauungen in den Mechanismus der chronischen Mindestversorgung mit Sauerstoff eingreifen.
  • zur Kräftigung der Herz-Kreislaufsituation beitragen.
  • das Bindegewebe festigen.

Verschiedene Venenmittel eröffnen uns den Zugang zum ganzen Menschen in seiner Gesamtbelastung.

Selen

26. Januar 2013

Selen ist eines unserer wichtigsten Enzyme. Es schützt den menschlichen Körper vor Oxidationsprozessen, die beim Entstehen vieler Krankheiten bedeutsam sind. Österreich und Deutschland zählen im Weltvergleich zu den selenarmen Gegenden. Die Selenzufuhr in diesen Ländern wird auf 4µg täglich geschätzt und liegt daher am unteren Rand der empfohlenen Zufuhr von WHO. Die Versorgung der Bevölkerung kann also als grenzwertig betrachtet werden.

Selenmangel kann zu Autoimmunerkrankungen führen. Autoimmunerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen sich der Körper langsam selber zerstört, z.B. Rheuma, Neurodermitis, Asthma, Reizdarmsyndrom, Schilddrüsenerkrankungen, bis hin zu bösartigen Entartungen.

Selen-Vorkommen

Fische und Meeresfrüchte, Fleisch, Eier, Vollkornprodukte, Sojabohnen, Knoblauch und Nüsse sind sehr selenhältig. Bei fast allen Autoimmunerkrankungen befinden sich die Selenwerte im unteren Normbereich. Es ist Aufgabe des Arztes auf eine genaue Dosierung des Selenpräperates zu achten.

Was ist das für ein Mensch? (Mathias Dorci)

17. November 2012

Diese Frage stellt sich jeder homöopathische Arzt in der Begegnung mit seinem Patienten und diese Frage ist auch der Schlüssel zur erfolgreichen homöopathischen Behandlung. Die Homöopathie sieht sich als eine Medizin für einen ganz bestimmten Menschen und für eine ganz bestimmte Person - in all seiner Gesamtheit in seinem individuellem Schicksal und in all seiner Unverwechselbarkeit. Die Homöopathie versucht diese ganz bestimmte Person in ihrer Einmaligkeit in dieser Welt zu erfassen.

Homöopathische Ärzte müssen große Denker sein. Sie verkörpern eindeutig ein medizinisches Prinzip, das im Menschen mehr sieht als die Summe seiner einzelnen Teile und Gliedmaßen. Wahrnehmen ist in der Homöopathie die Wahrnehmung und Beobachtung eines kranken Menschen mit all seinen Sorgen, Beschwerden, mit seiner Vergangenheit und Gegenwart. Der homöopathische Arzt kommt durch An-sehen zum Ver-stehen, durch Hören, Zuhören und Erfassen der Gestik und Ausstrahlung zum Bild des Patienten.

Es ist das Ziel der Homöopathie für jeden Menschen die zu ihm passende Medizin zu finden.

Lupus erythematodes

26. Oktober 2012

Lupus erythematodes, abgekürzt SLE, ist eine Autoimmunerkrankung. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „rötlicher Wolf“. Beim SLE handelt es sich um eine Hauterkrankung, die sich unter anderem durch einen roten Ausschlag im Gesicht äußert. Ursache dieser Ausschläge sind Ablagerungen im Körper, die der Körper nicht mehr ausscheiden kann. Weitere Anzeichen dieser Erkrankung sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein allgemeines Schwächegefühl. Fest steht, dass Teile des Immunsystems entgleisen und sich gegen den eigenen Körper richten.

Aus der Sicht der Schulmedizin ist SLE nicht heilbar. Die schulmedizinische Therapie besteht in der Verabreichung von Cortisoninfusionen. Ein guter homöopathischer Arzt wird sein Augenmerk auf die Verdauung (Leber, Galle) und Ausscheidung (Niere) richten.

Meteorismus (Blähsucht, Blähungen)

1. September 2012

Bei Meteorismus kommt es zu einer gesteigerten Gasbildung im Darm. Oft liegt ein vermehrter Abbau von Kohlenhydraten, Fetten oder Ballaststoffen durch Darmbakterien zugrunde. Auch eine neurotische Störung, die oft mit einem vermehrten Luftschlucken einhergeht, kann zu Meteorismus führen. In diesem Zusammenhang liegt auch meist ein Reizdarmsyndrom vor.

Wenn sie wegen Meteorismus zum Facharzt für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehen, wird er - neben einer körperlichen Untersuchung - auch eine Magen- Darmspiegelung veranlassen. Bei Meteorismus helfen diese Maßnahmen in der Regel nicht weiter, da in den meisten Fällen eine Störung der Darmfunktion, nicht aber der Struktur vorliegt.

Sie werden meist mit der Diagnose „Reizdarm“ entlassen und somit Ihrem Schicksal überlassen. Doch sie sollten sich nicht damit abfinden. Sinnvolle Untersuchungen bei Reizdarm sind:

  • Untersuchung der Darmflora
  • Pilznachweis
  • Pankreas- Elastase

Diese Untersuchungen werden nur in den dafür eingerichteten Instituten in Zusammenarbeit mit erfahrenen homöopathischen Ärzten durchgeführt. Die Ergebnisse einer solchen Untersuchung sind in einem Zeitraum bis zu 3 Wochen zu erwarten und können nur von guten Ganzheitsmedizinern interpretiert werden.

Allergene

1. Mai 2012

Unter Allergene versteht man Substanzen, die im Organismus die Produktion von Antikörpern, also körpereigene Abwehrstoffe, auslösen können. Beim Erstkontakt reagiert das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern. Allergische Reaktionen treten noch nicht auf, erst bei jedem weiteren Kontakt mit dem Allergen findet eine Reaktion mit dem spezifischem Antikörper statt, die sogenannte Antigen-Antikörper-Reaktion. Die gebildeten Antikörper zirkulieren im Körper oder binden sich an Zellen.

Man unterscheidet vier Typen von allergischen Reaktionen:

  • Sofort- Typ: Die Antikörper binden sich an Zelloberflächen, in diesem Fall an Mastzellen, die viel Histamin enthalten. Bei einem Antigen-Antikörper Kontakt entleert die Mastzelle ihr Histamin und es kommt zu Juckreiz und Entzündungsreaktionen. Heuschnupfen gehört zum Soforttyp.
  • Typ 2 (Zellschädigend): Die Antikörper binden sich an die Zellwand des Organismus, die Zellen werden dadurch aufgelöst und die Struktur geschädigt.
  • Typ 3 (Immunkomplexe): Antikörper und Antigene bilden Komplexe, die sich in bestimmten Organen ablagern. Sie rufen dort lokale Entzündungen hervor. Davon betroffen ist der weite Formenkreis der rheumatischen Entzündungen. Aber auch Entzündungen der Nervenbahnen (Multiple Sklerose), Herzmuskelentzündungen und Nierenentzündungen gehören dazu.
  • Typ 4 (verzögerter Typ): Die Antikörper setzen sich an den weißen Blutkörperchen fest, dadurch entwickelt sich eine allergische Reaktion nur langsam. Hiezu zählt man die unzähligen Arten der Ekzeme.