Die Krankheit Allergie ist in jedermanns Munde. Viele chronische Krankheiten sind wie die Allergie die Folge einer Funktionsstörung der Darmschleimhaut. Das zentrale Thema aller chronischen Krankheiten, zu denen auch die Allergie zu rechnen ist, ist die Darmschleimhaut. Die Allergie ist eine Störung der Immuneinrichtungen, die Ihren Anfang im Darm nimmt. Laut klassischer Hömöopathie gibt es den Begriff Allergie nicht. Es handelt sich immer um eine Funktionsstörung des Darmes. Bei Säuglingen, die Kontakt mit den Fremdproteinen Kuhmilch und Hühnereiweiß bekommen, führt dieser Kontakt mit diesem ersten Fremdeiweißen zu den überschießenden allergischen Reaktionen bei gleichzeitigem Verlust der Darmzotten und der Schleimhaut. So entwickelt sich diese Darmzottenatrophie als die Ursache vieler Krankheiten und bildet die Grundlage für chronische Erkrankungen. Mit der Zeit kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Produktion von Immunglobulinen, besonders des Immunglobulin A(IgA). Dieses Immunglobulin A hat eine große Bedeutung für die Gesundheit und ist ein Antiallergikum. Es verhindert das Eindringen von Bakterien und anderen Toxinen in den Körper. Zusätzlich hemmt das IgA die IgE Histaminschiene. Bei jeder allergischen Reaktion kommt es zu einem sprunghaften Anstieg des IgE. Dieser IgE Anstieg fördert die davon abhängigen Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis und andere. So können sich diese Fernstörungen immer weiter ausbreiten, ohne dass zuerst einmal Verdauungsstörungen sichtbar werden. Umso leichter bilden sich chronische Krankheiten, die als schwer therapierbar gelten.
Immun sein heißt, im Besitz der vollen Regulationsfähigkeit zu sein. Eine solche Fähigkeit besteht nur bei einer voll funktionsfähigen Darmschleimhaut. Eine durchlässige Darmschleimhaut führt zu einem “leaky gut syndrom” (durchlässiger Darm). Dies führt in weiterer Folge dazu, dass Nahrungsmittelrückstände, Toxine usw. in den Körper, in das System der blutbildenden Organe und/oder in das Lymphsystem gelangen und dort zu schweren Erkrankungen führen können.
Weiterführende Literatur: Dr. Werthmann: SANUM-Post Nr.42/1998. Seite 26-28