Homöopathische Symptomatologie
Sonntag, 31. Mai 2009Der homöopathische Arzt kennt eine Fülle von Symptomen, die er nun für die Arzneimittelfindung beurteilen und bewerten muss.
Auffallende Symptome. Sie sind für die Arzneimittelfindung die wertvollsten Symptome. Man versteht darunter jene Symptome, die für diesen Patienten charakteristisch sind.
Auslösende Symptome. Sie geben Aufschluss über die auslösende Ursache einer Krankheit. Angst, Kummer, Sorge, Kränkung, Misstrauen und Ärger führen, wenn sie nicht bewältigt werden, zu Krankheit.
Modalitätssymptome. Umweltseinflüsse können sich verschlimmernd oder verbessernd auf den Krankheitsprozess auswirken. Hier wären Temperatur, Bewegung, Berührung, Licht, Lärm u.a. zu nennen.
Konstitutionssymptome. Über Temperament, Benehmen, und der Gegensatzpaare (rot, blass, warm, kalt) erschließt sich die Konstitution.
Seelische Symptome. Unsicherheit, Gehemmtheit, Verschlossenheit geben dem homöopathischen Arzt Einblick und vervollständigen das Patientenbild.
Geistige Symptome. Hierher gehören Gedächtnis, Verstand, Auffassung, aber auch Konzentration und Vergesslichkeit.
Organsymptome. Sie sind der Anlass für den Arztbesuch.
Den Symptomen des kranken Menschen stehen nun die Symptome der Arznei gegenüber. Ein guter homöopathischer Arzt kommt durch seine ärztliche Erfahrung, durch Beobachtungen des Patienten und vor allem durch sein ärztliches Wissen und Können der passenden Arznei sehr nahe, immer unter dem Leitsatz: Jeder Mensch ist ein Individuum und braucht daher die für ihn passende Arznei.



