Artikel-Schlagworte: „Haut“

Dermatologische Erkrankungen: Ekzeme, Neurodermitis, Crusta Lactea

Sonntag, 25. Juli 2010

Im Mittelpunkt dieser Hauterkrankungen stehen Leber, Galle und Niere als die urerkrankten Organe. Verdauung, Ausleitung und Entgiftung unseres Körpers stehen auch hier an erster Stelle einer Behandlung. Crusta lactea, der Milchschorf, tritt häufig in Verbindung mit Verdauungsstörungen und Blähungen auf. Neurodermitis erfordert eine gründliche Aktivierung von Magen- und Bauchspeicheldrüsenfunktion. Da es sich bei Neurodermitis um eine angeborene Verdauungsschwäche in Bezug auf Milch und Eiweiß handelt, sind die vorher genannten Maßnahmen dringend notwendig.
Ekzeme sind auf der Haut sichtbare Erscheinungsformen innerer Erkrankungen. Um sie zu heilen, bedarf es der Ableitung über die betroffenen Organe (Leber, Niere).

Die Vielzahl der chronischen Erkrankungen

Sonntag, 18. April 2010

Ich möchte an dieser Stelle den Wortlaut eines sehr guten homöopathischen Arztes wiedergeben: “Kein Juckreiz, kein noch so kleiner Fleck auf der Haut, kein Ausschlag (sei es beim Säugling oder beim Erwachsenen) sollte mit einer Salbe behandelt werden, ohne nach der Ursache zu suchen.”

Ausschläge, Juckreiz, Pusteln werden zwar an der Hautoberfläche verschwinden, eine Heilung geschieht dadurch aber nicht, da das Geschehen in das Körperinnere verlagert wird. Bei keiner guten Weiterbehandlung (Ursachenfindung) kommt es zur Ausbildung von unzähligen chronischen Erkrankungen, bei denen sich die Schulmedizin gezwungen sieht, mit Antibiotika, Cortison und Chemotherapie zu behandeln.

(nach: Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten, Band 1, Verlag Haug)

Problemhaut, Akne

Freitag, 24. April 2009

Die Trennung der Akne in eine jugendliche Form und eine Form nach abgeschlossener Pubertät ist angezeigt. Die Spätakne, die sich häufig von der Jugendakne fortsetzt, ist immer Ausdruck bestimmter Stoffwechselstörungen. Die heutige Aknetherapie reicht von lokalen Maßnahmen bis zur Antibiotikatherapie. Der homöopathische Arzt erkennt den Prozess der Störung und seine Beziehung zum Stoffwechsel. Die Tatsache, dass nicht jeder Jugendliche an Akne leidet, lässt den Blickwinkel auf andere Stoffwechselstörungen fallen. Akne ist ein Zustand, bei dem es zu einer geänderten Talgdrüsenfunktion kommt. Eine Antibiotikatherapie erscheint hier sehr kurzsichtig. Akne ist immer die Folge einer Gesamtsituation, die eng mit Entgiftungs- und Entschlackungsvorgängen in Zusammenhang steht (Leber, Galle). Leber und Gallewerte werden bei einer Problemhaut immer außerhalb der Norm sein. Unbehandelt stellt Akne eine immer größere Belastung für den Organismus dar.

In homöopathischer Sicht werden immer alle Erkrankungen und Störungen bestimmten Organfunktionen zugeordnet. Hautprobleme sind immer ein Zeichen von Leber-, Niere und/oder Darmschädigung. Hautprobleme, nur dermatologisch behandelt, führen meist durch innere Organschädigungen zu tief greifenden Erkrankungen. Gesundheit beginnt im Magen und bei der Verdauung, dort wo wir in der Lage sein sollten ,die aufgenommenen Stoffe zu verdauen. Störungen in diesem Bereich sind von vielfältiger Natur:

  • Haut-, Haar und/oder Nägelprobleme
  • Magenprobleme
  • Verdauungsprobleme
  • u.a.

Die Anregung des Hautstoffwechsels, wie auch der Ausscheidungs- und Entgiftungsprobleme soll am Beginn der homöopathischen Behandlung stehen.

Hahnemanns Lehre von der Natur der chronischen Krankheiten

Sonntag, 16. November 2008

Es gibt nur 3 chronische Krankheiten: Syphilis, Sykosis und Psora. Alle 3 sind miasmatischer dass heißt ansteckungsbedingter Herkunft. Nach erfolgter Ansteckung ergreift das betreffende Miasma augenblicklich den ganzen Organismus. Erst dann bildet sich ein Hauptsymptom, welches durch ärztliche Kunst meist vernichtet wird. Dadurch kommt es zum Ausbruch der chronischen Krankheit mit allen zerstörerischen Folgen. Syphilis und Sykosis schenkt Hahnemann keine zu große Bedeutung. Das weitaus wichtigste Miasma ist die Psora. Ihr ist die größte Anzahl aller chronischen Übel anzulasten Die Psora ist daher die einzige “Quelle” der unzähligen chronischen Leiden, die die Menschen heute plagen. Solange der, die innere Krankheit, auslösende Ausschlag, noch auf der Haut (Kopf, Gesicht, Haare, Nägel und übrige Körperteile) zu sehen ist, ist es für einen gut geschulten, homöopathischen Arzt leicht, die innere Krankheit zu heilen. Wurde das äußerlich sichtbare Geschehen (Ekzeme, Ausschläge, Haarausfall, Nagelprobleme u.a.m.) aber bereits behandelt, so beherrscht die PSORA bereits den ganzen Organismus und breitet sich immer weiter aus. Es ist also von großer Bedeutung die Vernichtung des Ausschlages zu vermeiden und stattdessen die innere Erkrankung auszuheilen. Die, durch äußere Vertreibung des Hautausschlages, Entfernung von Muttermalen u.a.m. anfänglich erfolgte Besserung, hindert nichts daran, dass sich die PSORA im Körper weiter ausbreitet und zu schweren chronischen Krankheiten führt.

Für Hahnemann ist es unverständlich und gedankenlos, zu glauben, Ausschläge und dergleichen, seien ein bloßes Übel der Haut, an dem der innere Körper keinen Anteil nimmt. Dabei ist immer eine innere Erkrankung schuld an einem Hautausschlag. Die Haut reagiert niemals ohne innere Ursache. Kein Ausschlag, egal welcher Art er auch ist, kann durch äußere Behandlung ausgeheilt werden. Es erfolgt nur eine kurze Zeit der Besserung, an eine gründliche Heilung ist aber nicht zu denken.

Dysbiose

Samstag, 25. Oktober 2008

Der Stoffwechsel versucht einen Teil der Gifte über die Haut auszuscheiden. Niere, Leber, Darm und Haut sind die großen Ausscheidungsorgane des Menschen, wobei die Niere den Reigen anführt. Was Leber und Niere nicht ausscheiden, scheidet der Darm aus. Was der Darm nicht ausscheidet, scheidet die Lunge aus. Was die Lunge nicht mehr ausscheidet, scheidet die Haut aus. Was die Haut nicht mehr ausscheiden kann, führt zu schweren Erkrankungen.
Durch eine schlechte Stoffwechselfunktion der Leber kommt es zu einer Überladung des Blutes im Körper mit sauren Stoffwechselprodukten und zu einer Überlastung der Niere. Die Niere kann Störungen des Gesamtorganismus bewirken.

Erkrankungen, die auf eine Dysbiose (Dünndarmstörung) zurückzuführen sind:

  • Allergien
  • Neurodermitis (eine angeborene Verdauungsschwäche, in erster Linie Milch-Eiweißunverträglichkeit)
  • Heuschnupfen
  • Chronische Schmerzen
  • Rheuma
  • Erkrankungen der Niere
  • Hepatitis
  • Multiple Sklerose
  • Depressionen und Angstzustände
  • Immunsystemerkrankungen bis hin zu Tumoren
  • Chronische Müdigkeit u.v.a.

Bei all diesen Erkrankungen ist eine Aktivierung von Magen- und Pankreasfunktion erforderlich.

Leitmotiv “Haut”

Sonntag, 31. August 2008

Als Leitmotiv der chronischen Krankheiten kann man die Haut bezeichnen. Es ist die Haut, die reagiert, die “aus-drückt”, dass von Inneren her ein Prozess nach außen verlagert wird. Die Haut ist als Eindrucks- und Ausdrucksorgan, als Schild und als Spiegel von größter Bedeutung. Sie grenzt zum einen den Menschen nach außen ab, wehrt Einflüsse ab, zum anderen umschließt sie sein Inneres, und drückt den dort herrschenden Zustand aus. Die Krankheit schlägt sich aus in Form eines Ausschlags. Der Mensch wehrt sich seiner Haut, er steckt in keiner guten Haut, er fühlt sich nicht wohl in seiner Haut.

Die Grundvoraussetzung, die Hahnemann für das Auftreten der chronischen Krankheiten nennt, ist damals wie heute aktuell, nämlich die Unterdrückung äußerlicher Krankheitssymptome. Keine der chronischen Krankheiten wäre so häufig zum Ausbruch gekommen, hätten die Ärzte früh genug versucht, durch individuelle homöopathische Arzneien die innere Ursachen zu heilen. Auch heute werden Ausschläge, Ekzeme, Pusteln “zugeschmiert”.