Die Trennung der Akne in eine jugendliche Form und eine Form nach abgeschlossener Pubertät ist angezeigt. Die Spätakne, die sich häufig von der Jugendakne fortsetzt, ist immer Ausdruck bestimmter Stoffwechselstörungen. Die heutige Aknetherapie reicht von lokalen Maßnahmen bis zur Antibiotikatherapie. Der homöopathische Arzt erkennt den Prozess der Störung und seine Beziehung zum Stoffwechsel. Die Tatsache, dass nicht jeder Jugendliche an Akne leidet, lässt den Blickwinkel auf andere Stoffwechselstörungen fallen. Akne ist ein Zustand, bei dem es zu einer geänderten Talgdrüsenfunktion kommt. Eine Antibiotikatherapie erscheint hier sehr kurzsichtig. Akne ist immer die Folge einer Gesamtsituation, die eng mit Entgiftungs- und Entschlackungsvorgängen in Zusammenhang steht (Leber, Galle). Leber und Gallewerte werden bei einer Problemhaut immer außerhalb der Norm sein. Unbehandelt stellt Akne eine immer größere Belastung für den Organismus dar.
In homöopathischer Sicht werden immer alle Erkrankungen und Störungen bestimmten Organfunktionen zugeordnet. Hautprobleme sind immer ein Zeichen von Leber-, Niere und/oder Darmschädigung. Hautprobleme, nur dermatologisch behandelt, führen meist durch innere Organschädigungen zu tief greifenden Erkrankungen. Gesundheit beginnt im Magen und bei der Verdauung, dort wo wir in der Lage sein sollten ,die aufgenommenen Stoffe zu verdauen. Störungen in diesem Bereich sind von vielfältiger Natur:
- Haut-, Haar und/oder Nägelprobleme
- Magenprobleme
- Verdauungsprobleme
- u.a.
Die Anregung des Hautstoffwechsels, wie auch der Ausscheidungs- und Entgiftungsprobleme soll am Beginn der homöopathischen Behandlung stehen.